Auskunftsplicht bei Kindesmisshandlung ausgesetzt, Kinderschutz-OPS und geänderte Kodierichtlinien

Der §294a SGBV

Mitteilung von Krankheitsursachen und drittverursachten Gesundheitsschäden

ist bei Hinweisen auf drittverursachte Gesundheitsschäden, die Folge einer Mishandlung, eines sex. Missbrauchs oder einer Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen sein können, seit 13.08.2013 ausgesetzt: Es besteht keine Mitteilungspflicht mehr an die Krankenversicherer.

Im neuen Prozedurenkatalog OPS-2013 ist erstmals die OPS 1-945.0, 1-945.1, die Prozedur bei V. a. Kindeswohlgefährdung, aufgenommen. Daran anschließend wurde auch die deutsche Kodierrichtlinie DKR 1915 so geändert, dass die "Kinderschutz-OPS" nun kodiert werden kann

Die Prozedur wurde von der DGKiM erstellt und gemeinsam mit der Opens external link in new windowGKinD beim DIMDI beantragt. Nach 3 jähriger Diskussion in den Gremien und mit Unterstützung des Opens external link in new windowBMG und einiger Teilnehmer des Runden Tisches der Kanzlerin gegen sex. Kindesmissbrauch wurde die Prozedur, die nicht nur die Leistungen beim Vorgehen bei V. a. Kindesmisshandlung, -missbrauch und -vernachlässigung an deutschen Kinderkliniken abbilden soll, sondern auch erstmals valide Zahlen zur Häufigkeit der Diagnostik bei V .a. Kindeswohlgefährdung generieren wird, in den Katalog aufgenommen.